Empfehlungen für einen erfolgreichen Jobstart

Geschafft! Der Arbeitsvertrag ist unterzeichnet und der erste Tag im neuen Job steht vor der Tür. Voller Energie und Motivation geht's an die Front. Doch Vorsicht: Wer sich nicht jegliche Chancen beim Start am neuen Arbeitsplatz verbauen will, sollte ein paar Dinge beachten.

Hier einige Tipps aus der Sicht einer Personalberatung: .....................................................................................................................

Der Arbeitsvertrag
Verhandeln Sie gut und sinnvoll, aber nicht mehrfach. Bringen Sie alle wichtigen Punkte in die Verhandlung der Konditionen ein. Ein Arbeitgeber möchte keinen „Nimmersatt“ einstellen und den Vertragsentwurf mehrfach überarbeiten. Allzu viele Nachverhandlungen machen Sie berühmt, aber nicht beliebt! Gute Vorbereitung ist immer das beste Rezept. .....................................................................................................................

Die Ehrlichkeit
Ehrliche Mitarbeiter werden vom Arbeitgeber geschätzt. Dennoch wird kein Arbeitgeber allzu froh sein, wenn Sie ihm schon vor Arbeitsantritt verkünden, dass sich erfreulicherweise Nachwuchs ankündigt und Sie unmittelbar nach Arbeitsbeginn Mutterschutz und/oder Elternzeit in Anspruch nehmen werden. Überlegen Sie genau, was Sie Ihrem künftigen Brötchengeber erzählen wollen. .....................................................................................................................

Der erste Arbeitstag
Der erste Arbeitstag steht bevor und Sie wollen diesen am Vorabend noch einmal ausgiebig feiern? FALSCH!!! Ihre neuen Kollegen werden für eine „Krankheit wegen Kopfschmerzen“ wenig Verständnis haben. Das wird auch nicht besser, wenn Sie sich durch Ihre Eltern etc. krank melden lassen. Gehen Sie früh ins Bett, um am ersten Tag top fit zu sein! .....................................................................................................................

Das Miteinander
Höfliche Umgangsformen und ein gesunder Menschenverstand gehören zum Berufsalltag. Aber seien Sie am ersten Tag besonders hellhörig. Man kennt Sie noch nicht und findet Ihre „kleinen Schwächen“ vielleicht nicht gleich liebenswert. Präsentieren Sie sich von der besten Seite. .....................................................................................................................

Die Begrüßung
Ein lockeres „Hi, Leute - wie geht's?“ macht beim formalen Vorstellen und Rundgang durch das Unternehmen keinen eloquenten Eindruck. Richtig ist: „Guten Tag ich bin Frau Müller, die neue Kollegin für...!“ .....................................................................................................................

Das Einarbeiten
In den ersten Tagen benötigen Sie jede Menge Infos. Wo finde ich was, wie komme ich an bestimmte Unterlagen und tausend andere Fragen sind nur natürlich. Verboten ist deshalb: Arbeitsvorgänge, mit denen Sie nicht klar kommen, tief in eine Schublade ablegen („Vielleicht fragt ja keiner mehr...“) oder sich am Büromaterial Ihrer neuen Kollegen ungefragt bedienen ohne für Nachschub zu sorgen. Gehen Sie auf Kollegen offen zu und fragen Sie, ob Sie eine Minute für Sie Zeit haben, Ihnen etwas zu zeigen oder zu erklären.
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Die Ansprüche

Sie konnten einen Karriereschritt realisieren? Werden Sie nun nicht gleich größenwahnsinnig. Bescheidenheit ist eine Zier! Pochen Sie z.B. nicht gleich auf einen nagelneuen Firmen-Pkw, wenn Ihnen die Firma übergangsweise einen PKW aus einem noch bestehenden Leasingvertrag anbietet. Handeln Sie wirtschaftlich und helfen Sie Ihrem Arbeitgeber, Kosten zu minimieren. Das kommt mittelfristig auch Ihrer Gehaltsentwicklung zu Gute. .....................................................................................................................

Unternehmensservices
Sie erhalten keinen Firmen-Pkw, wollen aber trotzdem chic Autofahren? Fragen Sie nicht gleich in den ersten Wochen nach einem zinslosen Firmendarlehen. Die dringende Anschaffung eines Cabrios im viel zu kurzen Sommer ist keine echte Notlage, in der Sie Ihr Arbeitgeber unterstützen muss und möchte! .....................................................................................................................

Neue Ideen
Sie sind kreative und haben eine Menge Ideen und Vorschläge, wie Sie am Monatsende netto mehr auf dem Konto haben könnten? Bombardieren Sie die Personalabteilung oder Ihren direkten Vorgesetzten nicht mit ellenlangen Schreiben, die in blumiger Sprache die Vorteile Ihrer Ideen für beide Seiten aufzeigen. Niemand hat Zeit und Nerven, sich damit auseinander zu setzen. Eine kurze Mitteilung reicht vollkommen aus! .....................................................................................................................

Der Ehrgeiz
Eigentlich sind Sie für die Leitung Ihrer Abteilung am besten geeignet? Verkünden Sie Ihre Ambitionen nicht gleich in den ersten Tagen. So ziehen Sie nur den Hass des Teams auf sich. Denn wer will schon einen „Möchte-Gern-Chef“ zum Kollegen. Beweisen Sie sich in Ihrer neuen Funktion, dann ergibt sich später auch eine Entwicklungsperspektive.